Das Fachmagazin für Studium, Aus-, Fortbildung und Personaldienstleistung

ZukunftBeruf: Neue Ausgabe Metropolregion Rhein-Neckar erschienen

...

20 Jahre Jugendakademie in Mannheim

...

Schluss mit HPV-ausgelöstem Krebs!

Speyer....

Neue Studiengänge: Hohe Dynamik im Bereich Gesundheit

...

Metropolregion Rhein-Neckar: 18. Existenzgründungstag

...

Werbung: Tipp des Tages

Facebook

    

Archiv

Aeronautical Engineering an der Hochschule Karlsruhe: Fürs Studium abheben

Lum Sulejmani, Student im 6. Semester des Bachelorstudiengangs Maschinenbau, bei der Messung des Standschubs. Foto: Daniel Krail

Lum Sulejmani, Student im 6. Semester des Bachelorstudiengangs Maschinenbau, bei der Messung des Standschubs. Foto: Daniel Krail

Karlsruhe. Normalerweise geht es auf dem Flugplatz Winzeln-Schramberg im Schwarzwald eher beschaulich zu. Das änderte sich Anfang Juni, als 14 Studierende des Schwerpunkts Aeronautical Engineering der Bachelorstudiengänge Maschinenbau und Mechatronik an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft dort zu ihrem diesjährigen Fluglabor eintrafen. Zusammen mit zwei Piloten und einem Mechaniker waren sie eine Woche vor Ort, um verschiedene Flugversuche durchzuführen und die Ergebnisse in Projektgruppen auszuwerten, zu interpretieren und zu dokumentieren.

Entgegen dem Klischee vom süßen Studentenleben begannen die Studierenden schon morgens um sechs Uhr mit den Vorbereitungen. Dazu gehörten der gegenseitige Austausch und die Beratung zu den einzelnen Versuchen sowie die Einschätzung der Wetterlage. Geflogen wurde mit einer viersitzigen Piper PA-28, die mit verschiedener Messtechnik ausgestattet und von der Flugsportgruppe an der Hochschule Karlsruhe e. V. für die Projektwoche zur Verfügung gestellt wurde.

Zu den Messaufgaben zählten beispielsweise die Berechnungen der Steigleistung des Flugzeugs sowie der Korrelation zwischen Startstrecke und -gewicht. Auch die Ermittlung des Kraftstoffverbrauchs und die Reichweite waren Gegenstand der Untersuchung. Schließlich musste das Flugzeug inklusive einer Schwerpunktbestimmung auch gewogen und der Standschub sollte unter Berücksichtigung des Rollwiderstands bestimmt werden.

Zur besseren Vorbereitung waren die Aufgaben bereits im Vorfeld in Vorlesungen besprochen worden. So konnten die verschiedenen Flüge umgehend durchgeführt und über die Messungen die entsprechenden Daten gesammelt werden. Dazu war immer eine Gruppe der Studierenden mit dem Flugzeug in der Luft, die andere prüfte die Messwerte auf Plausibilität bzw. begann mit der Protokollierung. Einige Studierende, die über ein Funksprechzeugnis verfügen, halfen im Flughafentower bei der Koordinierung des Flugverkehrs.

„Die Studierenden sind vom Fluglabor nicht nur wegen der Fliegerei begeistert und hochmotiviert, sondern auch weil sie hier wertvolle praktische Erfahrungen sammeln und die Theorie aus der Vorlesung direkt anwenden können“, sagt Prof. Dr. Harald Hanke, Koordinator des Studienschwerpunkts Aeronautical Engineering an der Hochschule Karlsruhe. Und einer der beiden Piloten vor Ort, Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Haas von der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik, der als Leitender Direktor des Institute of Materials and Processes an der Hochschule Karlsruhe selbst in der Luft- und Raumfahrttechnik forscht, erläutert: „Uns ist es sehr wichtig, dass die Studierenden die Gesetze der Flugphysik und -mechanik in die Praxis übertragen können. Damit sind sie optimal für ihre späteren Tätigkeiten in der Luft- und Raumfahrtbranche vorbereitet.“ Und wie hat das Fluglabor den Studierenden gefallen? Das bringt Lum Sulejmani, Student im 6. Semester des Bachelorstudiengangs Maschinenbau, auf den Punkt: „Das war das bisherige Highlight des Studiums!“