Anlagenmechaniker/in Rohrsystemtechnik

Die gut gekühlte Cola, das angenehm temperierte Büro, die mollig warme Wohnung, Strom für all unsere großen und kleinen Lieblingsgeräte, frisches Wasser rund um die Uhr – Selbstverständlichkeiten hierzulande, über die kaum einer nachdenkt. Einfach Stecker in die Steckdose, Heizung oder Wasserhahn aufgedreht. Ohne gut funktionierende Versorgungsnetze jedoch wäre es mit der Bequemlichkeit nicht weit her. Der Anlagenmechaniker der Fachrichtung Rohrsystemtechnik baut, inspiziert und wartet versorgungstechnische Anlagen und Systeme und hält sie instand.

Der Beruf eignet sich für junge Leute, die Freude an einer anspruchsvollen handwerklichen und technischen Tätigkeit haben und mit ihrer Arbeit für Versorgungssicherheit einstehen. Voraussetzung ist ein solider Hauptschulabschluss oder mittlere Reife, wobei vor allem die Noten in Mathematik und Physik überzeugen müssen. Überzeugen müssen potenzielle Auszubildende auch mit Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit, handwerklichem Interesse und Geschick. Denn im Berufsalltag kommt es auf präzises, verantwortungsbewusstes Handeln an. Und das nicht nur im Freien, etwa wenn neue Gas-Versorgungsleitungen verlegt oder bestehende gewartet und instand gesetzt werden. Der Anlagenmechaniker der Fachrichtung Rohrsystemtechnik installiert und prüft auch Regel-, Steuer,- Sicherheits- und Überwachungsanlagen. Mit sogenannten Schlitten, d.h. Halbleitergeräten, die die Bodenluft ansaugen und die Gaskonzentration messen, überprüft er beispielsweise, ob die Versorgungsleitungen dicht sind.

Der Anlagenmechaniker der Fachrichtung Rohrsystemtechnik arbeitet hauptsächlich mit den Werkstoffen Polyethylen und Stahl. Die Grundausbildung im ersten Jahr ist noch nicht nach Fachrichtungen spezifiziert, im zweiten und dritten Lehrjahr geht es dann immer tiefer in die Praxis hinein.