Augenoptiker/in

Als Augenoptiker fertigt man Brillen sowohl nach der Verordnung des Augenarztes als auch anhand eigener Sehschärfebestimmungen an. Bearbeitet werden Rohgläser, die in der Regel bereits entsprechend geschliffen sind. Man zentriert die Gläser individuell nach dem Augenmittelpunkt, schleift sie fassungsgerecht und passt sie in das Brillengestell ein. Mit Fräs-, Schneide-, Schleif-, Bohr-, Polier- und Gewindeschneidemaschinen werden metallische und nichtmetallische Werkstoffe bearbeitet. Mess- und Prüfgeräte kontrollieren die Produkte. Präzision – auch bei Reparaturen – ist gefordert.

Zwar dreht sich beim Augenoptiker so gut wie alles um die Brille; fit sein muss er aber auch, wenn es um andere optische Geräte und Messinstrumente geht: Ferngläser, Lupen, Thermometer, Mikroskope etc. Während in der Werkstatt zumeist Brillen und andere Sehhilfen entstehen oder repariert werden, fungiert man im Laden als Kundenbetreuer und nimmt kaufmännische Aufgaben wahr.

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Von seiten der Handwerksbetriebe wird ein guter Hauptschulabschluss, meist aber die mittlere Reife oder Abitur, als notwendig erachtet. Dass dieser Beruf als ausgesprochen attraktiv bewertet wird, dokumentiert der hohe Anteil an Abiturienten unter den Auszubildenden. Vorausgesetzt werden gute Kenntnisse in Mathematik und Physik, handwerkliches Geschick und technisches Verständnis. Der Tastsinn muss gut entwickelt sein, und man muss die Fähigkeit zu differenziertem Sehen besitzen. Ferner sollte man kontaktfähig sein und über sprachliche Gewandtheit für den Umgang mit Kundschaft verfügen. Gefordert werden auch ein gutes Auffassungsvermögen, Kombinationsgabe, Formensinn und die Fähigkeit, sich bei präzisem Arbeiten intensiv zu konzentrieren.

Weiterbilden kann man sich zum Meister, staatlich geprüften Augenoptiker oder studieren in der Fachrichtung Feinwerktechnik (Augenoptik).

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