Automatenfachmann/frau

Das Ticket für die Straßenbahn, der Snack auf dem Bahnsteig, der Eintritt ins Schwimmbad, die Einfahrt ins Parkhaus – sie haben eines gemeinsam: einen Automaten, der das Gewünschte ausspuckt oder Schranken öffnet. Automaten gehören ganz selbstverständlich zum Alltag: wenn wir Geld abheben, Pfandflaschen zurückgeben oder eine Runde Flipper spielen. Der Automatenfachmann sorgt für ihre Einrichtung, fürs reibungslose Funktionieren und die Wartung.

Die dreijährige Ausbildung berücksichtigt die Vielfalt der Automatentypen und -funktionen und gliedert sich in die Fachrichtungen ‘Automatenmechatronik’ und ‘Automatendienstleistung’. Bei der Automatenmechatronik beschäftigt man sich direkt mit der Maschine, installiert und montiert sie, prüft die einwandfreie Funktion und spürt Fehler und Störungen auf – in der Regel mit elektronischen Diagnosesystemen. Die Ausbildung qualifiziert zugleich zur ‘Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten’, die bestimmte Schalt- und Montagearbeiten im Zusammenhang mit Strom an den Automaten ausführen darf.

Die Fachrichtung ‘Automatendienstleistung’ bietet zwei Wahlqualifikationen: ‘Kaufmännische Geschäftsprozesse’ oder ‘Kundenbetreuung’. Im Kaufmännischen geht es vor allem um Rechnungs- und Finanzwesen, etwa Abrechnungen und Kassenabschlüsse der Automaten, aber auch um kaufmännische Planung, Steuerung und Kontrolle. Kommunikativ, konflikt- und teamfähig sollte sein, wer sich der Kundenbetreuung zuwendet. Hier gilt es, die Anforderungen der Kunden herauszufinden und Leistungsangebote mit ihnen durchzusprechen, aber auch Reklamationen zu managen.