Bachelor of Engineering Maschinenbau

Die Ausbildung zum Bachelor of Engineering Maschinenbau erfolgt in Studienform an einer Dualen Hochschule/Berufsakademie bzw. an einer Fachhochschule und gliedert sich in praxisorientierte und theoretische Teile. Das Studium dauert sechs Semester (an Fachhochschulen bisweilen in Teilzeit – z.B. berufsbegleitend – neun Semester), wobei man sich nach dem dritten Semester spezialisieren kann.

Die erworbenen ingenieurwissenschaftlichen Fähigkeiten im Maschinenbau versetzen den Bachelor of Engineering in die Lage, selbstständig zweckgerichtete, wirtschaftliche Lösungen zu erarbeiten, dabei neueste technische Errungenschaften einzuplanen und so Maschinen und Anlagen für die unterschiedlichsten Anwendungszwecke zu konstruieren und zu realisieren (hierfür erwirbt man sich u.a. Kompetenzen bei CAD-Anwendungen). Dazu zählen Werkzeugmaschinen, Landmaschinen, Schienenfahrzeuge, Produktionsanlagen oder Anlagen der Umweltschutztechnik.

Grundsätzlich ist es möglich, seine Fachkenntnisse mit einem Masterstudiengang zu erweitern. Man kann aber auch Karriere in einem Unternehmen machen. Etliche Tätigkeitsbereiche bieten sich an, etwa in der Konstruktion, in der Forschung und Entwicklung, bei der Produktion, der Arbeitsvorbereitung, Fertigungsplanung und -steuerung, in der Montage, bei der Instandhaltung sowie im Einkauf.

Zu den Einsatzgebieten zählen ferner Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung, Lager- und Materialwirtschaft, die Aus- und Weiterbildung, Lehre und Erziehung. Als Sachverständiger erstellt man Gutachten. Im Arbeitsfeld Kundendienst ist man beratend tätig, gewinnt neue Kunden, managt Vertrieb und Verkauf und kümmert sich um einwandfreie Abläufe im Service. Marketing und Werbung zeigen kreative Entfaltungsmöglichkeiten auf. Führungspositionen bieten sich in der Geschäftsleitung, Unternehmensplanung und im Management an.

Kontaktfreudigkeit, die Bereitschaft zu lernen, Organisationstalent, Teamfähigkeit und Flexibilität sollte man für den Beruf genauso mitbringen wie Verantwortungsbewusstsein und unternehmerisches Denken. Um an Fachhochschulen zugelassen zu werden, wird normalerweise mindestens die Fachhochschulreife vorausgesetzt, an Dualen Hochschulen/Berufsakademien in der Regel die allgemeine Hochschulreife. Als Studienbewerber sollte man vor Studienbeginn idealerweise ein dreimonatiges Vorpraktikum in einem Unternehmen absolviert haben.