Beton- und Stahlbetonbauer/in

Beton – kalt und unwirtlich? Mag sein, wenn man sich das eine und andere Wohn-Hochhaus ansieht. Doch gibt es genügend Beispiele, die belegen, wie vielseitig dieser Baustoff ist und wie vielseitig die Menschen sind, die damit umgehen. Man denke nur an attraktive Einkaufs- und Kulturzentren, denen auf den ersten Blick gar nicht mehr anzusehen ist, dass sie aus Beton bestehen.

Es kommt ganz darauf an, in welche Formen dieser Baustoff gebracht wird. Und das ist stark von den Menschen abhängig, die Beton mit modernen Arbeitsgeräten behaglich in ein Stadtbild integrieren.

Der Beton- und Stahlbetonbauer stellt nicht nur Bauwerke des Hoch- und Tiefbaus her, sondern auch Fassaden aus Bauplatten und Fassadenelementen; er fertigt Bodenbeläge aus Steinen und Platten, dämmt gegen Wärme, Kälte und Schall, führt Bau- und Grundstücksentwässerungen durch und kümmert sich um Abbruch- und Stemmarbeiten.
Hohe Anforderungen werden beim Brückenbau und bei freitragenden Konstruktionen mit großen Spannweiten gestellt.

Die Lehrzeit im Handwerk beläuft sich auf drei Jahre. Die Ausbildung in der Industrie umfasst ebenfalls drei Jahre und ist in die drei Blöcke Schule, überbetriebliches Ausbildungszentrum und Ausbildung im Betrieb gegliedert.

Ständig wechselnde Arbeitsorte sind typisch für diesen Beruf, der körperliche Gesundheit, Schwindelfreiheit, technisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen und handwerkliches Geschick voraussetzt.

Nach der Gesellenprüfung kann man den Meister anstreben oder sich zum staatlich geprüften Bautechniker weiterbilden. Ein Studium in den Fachrichtungen Architektur und Bauingenieurwesen ist ebenfalls möglich.