Haus- und Familienpfleger/in

Die Haus- und Familienpflegerin – meist sind es Frauen, die diesen Beruf ergreifen – kümmert sich um die Weiterführung des Haushalts, wenn durch Krankheit oder sonstige Belastungen Hilfe bei der Haushaltsführung, bei Kindererziehung oder Pflege Angehöriger benötigt wird. Flexibilität, Einfühlungsvermögen, Durchsetzungs- und Anpassungsvermögen sind unabdingbare Voraussetzungen für diesen verantwortungsvollen Beruf. Zu ihren Aufgaben gehören die hauswirtschaftlichen, pädagogischen, pflegerischen und sozial beratenden Tätigkeiten in Familien oder familienähnlichen Wohnformen. Die Haus- und Familienpflegerin ist bei Sozialstationen oder ambulanten Pflegediensten beschäftigt.

Der Beruf der Haus- und Familienpflegerin kann sowohl als Erstberuf von jüngeren Frauen als auch als Umsteigerberuf nach der Elternzeit oder langjähriger Familienerfahrung ergriffen werden.

Der Hauptschulabschluss und eine einschlägige berufliche Tätigkeit sind Voraussetzung für die Berufsausbildung. Empfohlen wird ein mittlerer Bildungsabschluss.

Die Ausbildung an einer Berufsfachschule dauert drei Jahre. Die ersten zwei Jahre wird überwiegend an der Schule, ergänzt durch Praktika, ausgebildet. Unterrichtet werden Pädagogik und Psychologie, Gesundheitslehre und Pflege, hauswirtschaftliche Fachpraxis und Fachkunde.

Das dritte Ausbildungsjahr ist eine intensive praktische Ausbildung in Form eines Anerkennungspraktikums. Die Ausbildung schließt mit der staatlichen Anerkennung ab.