Heilpädagoge/in

Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die im körperlichen, geistigen/intellektuellen, sensorischen oder sprachlichen Bereich beeinträchtigt sind, haben es nicht leicht. Viele Menschen, deren Entwicklung unter erschwerten Bedingungen verläuft, brauchen deshalb professionelle Unterstützung – etwa durch Heilpädagogen, wie sie an staatlich anerkannten Fachschulen für Sozialwesen der Fachrichtung Heilpädagogik ausgebildet werden. Das Berufsfeld Heilpädagogik ist vielfältig: Entwicklungsverzögerungen im Bereich der Wahrnehmung und Motorik, Behinderungen, Auffälligkeiten im Verhalten und Hilfe bei schwierigen Familienverhältnissen sind nur einige Aufgabenbereiche. Die Heilpädagogik bemüht sich dabei um den Menschen als Ganzes. Das macht den Beruf nicht nur interessant, sondern auch verantwortungsvoll.

Die Ausbildung in Vollzeitform dauert 18 Monate. Sie umfasst 1.800 Stunden Unterricht inklusive 500 Stunden Fachpraxis. Neben Pädagogik und Heilpädagogik, Didaktik heilpädagogischer Handlungskonzepte, Psychologie und Soziologie stehen auch Medizin und Rechtskunde auf dem Stundenplan. Die Ausbildung richtet sich an alle, die eine Berufsausbildung als staatlich anerkannter Erzieher, Jugend- und Heimerzieher oder Heilerziehungspfleger abgeschlossen haben. Vorausgesetzt wird zusätzlich eine mindestens einjährige praktische Tätigkeit in sozial- und heilpädagogischen Arbeitsfeldern. Die Ausbildung endet mit der staatlichen Abschlussprüfung. Danach arbeitet der Heilpädagoge u.a. in den Bereichen der Frühförderung, in Kindergärten, in heilpädagogischen Tagesstätten, Kliniken der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Behinderteneinrichtungen sowie in freien Praxen. Selbstständig und eigenverantwortlich unterstützt er Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch heilpädagogische Hilfen in ihrer personalen und sozialen Integration.