Industrieelektriker/in

Jugendliche, die sich für Elektrotechnik und Elektronik, darüber hinaus für handwerkliche Tätigkeiten interessieren und dabei systematisch und planvoll vorgehen, können als Industrieelektriker vergleichsweise schnell ihren Facharbeiterabschluss erreichen. Seit August 2009 ergänzt der neue, erstmals nur zweijährige Ausbildungsgang das Spektrum der dreieinhalbjährigen Elektroberufe. Der Industrieelektriker wird in den Fachrichtungen „Betriebstechnik“ sowie „Geräte und Systeme“ ausgebildet und gilt als Elektrofachkraft im Sinne der Unfallverhütungsvorschriften.

Der Industrieelektriker der Fachrichtung „Betriebstechnik“ installiert elektrische Systeme und Anlagen, betreibt und wartet sie. Dazu bearbeitet und montiert er mechanische Komponenten und elektrische Betriebsmittel. Er ist darüber hinaus in der Qualitätssicherung tätig, indem er die Sicherheit von elektrischen Anlagen überprüft und beurteilt. Bei der Fehlersuche ist Spürsinn gefragt, außerdem braucht es Englischkenntnisse, um die oft nur in dieser Sprache vorliegenden Herstellerangaben zu lesen. Sicherheit wird in diesem Beruf groß geschrieben, denn teilweise muss an Starkstrom führenden Anlagen gearbeitet werden. Des Weiteren installiert und konfiguriert der Industrieelektriker der Fachrichtung Betriebstechnik einfache IT-Systeme.

Der Industrieelektriker der Fachrichtung „Geräte und Systeme“ stellt elektronische Komponenten, Geräte und Systeme nach den speziellen Anforderungen der Kunden her und nimmt sie in Betrieb. Aufbauend auf seiner zweijährigen dualen Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule kann sich der Industrieelektriker in den dreieinhalbjährigen industriellen Elektroberufen weiter qualifizieren.

Kernkompetenzen eignet sich der angehende Industrieelektriker während der Ausbildung in den Bereichen Elektronik und Elektrotechnik an. Er ist vorwiegend in den Branchen Maschinen- und Werkzeugbau, Elektrische Anlagen und Bauteile, Elektroinstallation und Kraftfahrzeuge tätig, denkbar ist aber auch die Energieversorgung.