Industriemechaniker/in

Wenn Fahrkartenautomaten fehlerfreien Kundenservice bieten, in der Automobilbranche die Produktionsstraßen einwandfrei funktionieren oder in Bearbeitungszentren der Zerspanungstechnik präzise Bohr-, Fräs- und Drehvorgänge an einem Werkstück in einem Arbeitsgang durchgeführt werden, dann zeichnet dafür in erster Linie der Industriemechaniker verantwortlich. Er richtet Produktionsanlagen ein, setzt sie in Betrieb, sorgt für eine korrekte Instandhaltung und reguliert die Produktionsabläufe. Er ist auch sofort zur Stelle, wenn es darum geht, Fehler zu beheben, etwa bei einem Getriebeschaden an einer Drehmaschine. Defekte Zahnräder werden ersetzt, die notwendigen Ersatzteile eingebaut, und danach werden die Maschinen auf ihre Funktionstüchtigkeit hin überprüft.

Darüber hinaus richtet der Industriemechaniker Arbeitsplätze ein, organisiert und kontrolliert die entsprechenden Arbeitsabläufe. Bei vielen Aufgaben kooperiert er mit Kollegen, um beispielsweise Materialflüsse zu verbessern und Kundenwünsche zu berücksichtigen. Dabei arbeitet man mit vor- und nachgelagerten Bereichen im Betrieb zusammen und sorgt dafür, dass Qualitätsstandards eingehalten werden. Auf diese Weise werden die Fertigungsqualität, Prozessabläufe sowie die Arbeitssicherheit optimiert.

Wichtig für den Beruf ist die Fähigkeit zu kommunizieren, denn der Industriemechaniker hat sich auch mit den Wünschen und Problemen der Kundschaft auseinanderzusetzen, etwa wenn es darum geht, eine Fräsmaschine in Gang zu bringen. Hier müssen die gelieferten Unterlagen genau geprüft werden, und mit dem Kunden gilt es zu klären, inwieweit die Maschine korrekt bedient wurde und welche Fehler die Werkstücke aufweisen. Unter Umständen hat man rasch anderweitig Lösungen zu finden, falls wichtige Produktionstermine verschoben werden müssen.

Während der dreieinhalbjährigen Ausbildungszeit lernt der Industriemechaniker Projekt- und Aufgabenbeschreibungen zu erstellen. Er wertet technische Unterlagen aus, die auch in englischer Sprache vorliegen können, und er fertigt für zügige Arbeitsabläufe Montage- und Demontagepläne an.

Er bestimmt den Einsatz von Werkstoffen, Werkzeugen und Prüfmitteln, dies unter sicherheitstechnischen, ökologischen und gegebenenfalls terminlichen Gesichtspunkten. Bei der Abwicklung von Aufträgen sind ferner Werkzeug- und Maschinenkosten sowie Materialverbrauch einzubeziehen.

Bei Prüfarbeiten kontrolliert der Industriemechaniker, ob rotierende Teile eine Unwucht haben, Kugellager auszutauschen oder die Lager einer Maschine schadhaft sind. Über die Ergebnisse werden Prüfprotokolle verfasst, und mit variablen Arbeitsverfahren geht man daran, die Maschinen auf Vordermann zu bringen. Dabei demontiert man Baugruppen und Einzelteile einer Maschine und repariert sie, beauftragt Fremdfirmen, um die erforderlichen Ersatzteile herzustellen, oder man fertigt sie selbst an. Auch dafür plant man sämtliche Arbeitsschritte.

Den Vorgaben der Kunden entsprechend rüstet der Industriemechaniker Maschinen auch um, optimiert Bearbeitungsprozesse oder passt die Maschinen an spezifische ergonomische Erfordernisse an, um sie besser zu nutzen. Mit dem erstellten Abnahmeprotokoll übergibt man die Maschine dem Kunden, wobei man ihn auf auftragsspezifische Besonderheiten und auf Sicherheitsvorschriften hinweist. Wird der Industriemechaniker mit der Wartung einer Fräsmaschine beauftragt, erstellt er Wartungs- und Inspektionspläne, prüft mechanische und elektrische Bauteile und reinigt sie gegebenenfalls.

Der Industriemechaniker findet seine Einsatzgebiete zumeist in Maschinen- und Fertigungshallen, Werkstätten und -hallen. Arbeitsplätze gibt es u. a. im Maschinen- und Fahrzeugbau sowie in Industriebetrieben aller Branchen mit komplexen maschinellen Fertigungssystemen. Differenzierungsmöglichkeiten ergeben sich durch die jeweiligen betrieblichen Einsatzgebiete, z.B. Instandhaltung, Feingerätebau, Maschinen- und Anlagenbau oder Produktionstechnik. Als Industriemechaniker muss man sich ständig um den neuesten Stand der Technik kümmern, da Mikroprozessoren und automatisierte Anlagen zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Nach einigen Jahren Berufserfahrung kann man sich weiterbilden zum Industriemeister – Metall, Feinwerkmechanikermeister, Techniker – Maschinentechnik oder Konstrukteur. Mit entsprechender Qualifikation ist auch ein Hochschulstudium möglich, etwa in der Feinwerk- und Mikrotechnik, in Mechatronik oder in Maschinenbau.

 

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