Kaufmann/frau für Dialogmarketing

Wer hat es nicht schon selbst erlebt – den Anruf der Telefongesellschaft, um neue Tarife vorzustellen, das Telefonat mit dem Servicecenter, weil der Computer oder die Waschmaschine nicht funktionieren, die Nachfrage beim Großversand, weil ein Rechnungsdetail unklar ist. Oft spricht man dabei mit Kaufleuten für Dialogmarketing.

Die Berufsbezeichnung und die damit einhergehende dreijährige Ausbildung gibt es seit 2006. Kommunikationsfreude und -talent, Einfühlungsvermögen und Stressresistenz, dazu kaufmännische und organisatorische Interessen sind gute Voraussetzungen für diesen Beruf.

Ausgerüstet mit Headset und Computer, arbeiten Kaufleute für Dialogmarketing in der Regel in Call-Centern bzw. in Service- oder Kundencentern von Unternehmen der verschiedensten Branchen oder öffentlichen Einrichtungen.

Im Dialogmarketing werden die Kunden direkt und persönlich angesprochen, sei es, um sie über Produkte zu informieren und bei Auswahl und Kauf zu beraten, sei es, um Reklamationen professionell und freundlich aufzunehmen und zu bearbeiten.

Dabei steht den Kaufleuten für Dialogmarketing nicht nur das Telefon zur Verfügung. Der Kontakt kommt daneben auch über E-Mail, Internet-Chat oder Co-Browsing, bei dem der Kunde durch den Internetauftritt oder den Onlineshop gelotst wird, zustande.

Kaufmännisches Wissen erwerben die Auszubildenden unter anderem in den Bereichen Vertrieb und Marketing, Auftragsplanung, Steuerung und Kontrolle. Das befähigt sie, komplette Informationskampagnen zu konzipieren, zu organisieren und durchzuführen, von der Zielgruppenansprache bis zur Zusammenstellung und Unterweisung eines geeigneten Call-Teams.

Weiterbilden kann man sich beispielsweise zum Fachwirt Call-Center oder zum Betriebswirt für Call-Center-Management, auch ein Studium im Bereich Marketing ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich.