Klempner/in

Der Klempner (bisweilen auch Spengler, Flaschner oder Blechner genannt) gehört zu den traditionsreichsten Handwerksberufen. Schlösser, Kirchen und zahlreiche ähnliche Bauten zeugen mit ihren grünen Kupferdächern und den oft künstlerisch gestalteten Wasserspeiern und Turmspitzen von der hohen Qualität dieses Handwerks, das im Mittelalter einige Fachrichtungen entwickelte, deren Bezeichnungen sich heute noch in deutschen Familiennamen wiederfinden.

Der moderne Klempner deckt Dachflächen ein und verkleidet Decken- und Wandflächen mit Blech, Metall, Verbundwerkstoffen und Kunststoffen. Er führt Arbeiten an Anlagen zur Innen- und Außenentwässerung durch.

Bei den vielfältigen Anwendungszwecken für Bleche und Folien sind umfassende Kenntnisse der Materialeigenschaften erforderlich. Zum Herstellen der Blechzuschnitte benötigt der Klempner sowohl zeichnerische Fähigkeiten als auch ein gutes Raumvorstellungsvermögen. Als wichtige Verbindungstechniken muss er das Löten, das Schweißen, das Falzen, das Nieten und Kleben beherrschen. Im heutigen Fassadenbau kann der Klempner auf industriell vorgefertigte Bauteile zurückgreifen, die er montieren muss.

Für diesen Beruf benötigt man handwerkliches Geschick bei der Blechverarbeitung. Ferner gilt es, schwindelfrei zu sein, da viel auf Dächern gearbeitet wird. Die Lehrzeit beträgt dreieinhalb Jahre. An Fortbildungsmöglichkeitengibt es u. a. die Meisterprüfung, den staatlich geprüften Techniker in den Fachrichtungen Blechverarbeitung, Maschinenbautechnik, Fertigungstechnik und Versorgungstechnik. Auch ein Studium in den Fachrichtungen Luft- und Raumfahrttechnik, (Schiffs-)Maschinenbau und Verfahrenstechnik ist machbar.