Lacklaborant/in

Kratzfest, säureresistent, schmutzabweisend und langlebig soll er sein, der Lack, der unsere Autos schützt und ihnen die gerade angesagten Farben gibt. Leicht aufzutragen, gut deckend und bloß keine Nasen – das freut den Hobbyhandwerker, der ein altes Möbelstück mit dem passenden Lack wieder wie neu aufpoliert. Lacklaboranten sind dafür verantwortlich, dass ihr Beschichtungsprodukt all die Eigenschaften erfüllt, die Nutzer und Material verlangen.

Aus den speziellen Anforderungen heraus bestimmen sich die Beschaffenheit und die dafür notwendigen Inhaltsstoffe von Farben und Lacken. Lacklaboranten haben einen feinen Blick für den perfekten Farbton und die gewünschte Viskosität ihres Produkts – heutzutage selbstverständlich unterstützt von moderner Technik.

Naturwissenschaftliche und technische Interessen setzt dieser vielseitige Laborberuf voraus, der in der Regel mit einem mittleren Bildungsabschluss angegangen wird. Regulär dauert die Ausbildung dreieinhalb Jahre, die Zeit kann bei sehr guten Leistungen um ein halbes Jahr verkürzt werden. Die Azubis beschäftigen sich mit den chemischen und physikalischen Eigenschaften der verwendeten Stoff, sie kennen deren Reaktionseigenschaften und lernen die notwendigen Mess-, Prüf- und Dokumentationsverfahren kennen.

Holz, Metall oder Kunststoff als Untergrund; mit einer Rolle, Pinsel oder Spritzpistole aufzutragen; Feuchtigkeit, Wind und Sonneneinstrahlung oder mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt – nach den jeweiligen Determinaten richtet sich die Auswahl und Zusammensetzung der Inhaltsstoffe von Beschichtungsmitteln. Ständig werden in den Labors neue Mischungen aus Binde- und Lösungsmitteln, Farbpigmenten und verschiedenen Hilfsstoffen ausprobiert, wird versucht, Bewährtes noch besser zu machen. Auch die Nanotechnologie hält mittlerweile Einzug, um neue Eigenschaften anbieten zu können. Selbstreinigende Oberflächen etwa, wer würde nicht davon träumen.

Lacklaboranten gehen dabei sehr sorgsam zu Werk und wenden die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen an, um sich und die Umwelt vor gefährlichen Stoffen zu schützen. Das reicht vom Tragen eines Laborkittels über die Schutzbrille bis zur Atemmaske und Absaugvorrichtung bei besonders giftigen Chemikalien.

Techniker oder Industriemeister sind nach der Ausbildung mögliche Stufen auf der Karriereleiter. Mit den notwendigen Bildungsabschlüssen kann man auch ein Studium, etwa zum Lackingenieur, angehen.

 

 

 

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