Logopäde/in

Fehlentwicklungen im Stimm-, Sprach- und Sprechbereich können die verschiedensten Ursachen haben. Der Logopäde klärt die Gründe und widmet sich in enger Zusammenarbeit mit dem Arzt der Therapie von Störungen der Sprachentwicklung sowie des Redeflusses durch Stottern und Poltern. Ferner behandelt er Menschen, die am Kehlkopf operiert wurden und den Vorgang des Sprechens bisweilen völlig neu lernen müssen. Dafür erstellt der Logopäde selbstständig einen Therapieplan.

Bei der Behandlung kommt es oft zum Einsatz spezieller Apparate, die es zu beherrschen gilt. Nicht selten entwickeln Logopäden neue Behandlungsmethoden, die sie in Kliniken, Arztpraxen, in Instituten für Sprach- und Hörgeschädigte oder in der eigenen Praxis anwenden – ihre Haupteinsatzgebiete.

Ausgebildet wird an staatlich anerkannten Schulen für Logopäden mit einer Dauer von drei Jahren. Um die attraktive Ausbildung mit guten Berufschancen zu beginnen, muss man über einen Realschul- oder einen vergleichbaren Abschluss verfügen. Bisweilen werden auch Fachhochschulreife oder Abitur verlangt. Es besteht aber auch die Möglichkeit, mit einem Hauptschulabschluss in Kombination mit einer abgeschlossenen, mindestens zweijährigen Berufsausbildung in der Logopädie anzufangen. Nach der Ausbildung ist ein anschließendes (auch berufsbegleitendes) Studium möglich.