Ofen- und Luftheizungsbauer/in

Mathematisches Verständnis, technisches Vorstellungsvermögen sowie Handfertigkeit gelten als Eignungsvoraussetzungen für den Beruf des Ofen- und Luftheizungsbauers. Während der dreijährigen Ausbildungszeit wird der Lehrling darauf vorbereitet, wie man Warmluft-Zentralheizungen, Be- und Entlüftungsanlagen für Schwerkraft- und Ventilatorbetrieb, offene Kamine, Kachelöfen, Elektro-Speicherheiungen und zentrale Heizöl-Versorgungsanlagen plant, baut, installiert und wartet.

Arbeitsmaterialien sind vorwiegend Keramik und Metalle. Beim Bau eines Kachelofens oder eines Kamins etwa wird zunächst der Sockel gemauert. Danach besetzt man den Hauptteil des Ofens mit Kacheln, die vorab behauen und geschliffen werden. Da Keramikteile leicht zerbrechlich sind, sind hier Geschicklichkeit und eine ruhige Hand gefragt. Sorgfältiges, genaues Arbeiten versteht sich von selbst, denn solch ein Ofen ist auch ein Zierdestück, um einen Wohnraum zu verschönern. Nach dem Einbau des Heizungssatzes und des Rauchabzuges ist der Kamin funktionstüchtig. Auf dem Gebiet der Metallverarbeitung montiert man einzelne fertig angelieferte Geräte zu ganzen Heizungs- und Lüftungsanlagen. Grundfertigkeiten in der Metallverarbeitung wie Löten, Schweißen und Rohrleitungsarbeiten sind hier erforderlich. Umfangreiche Kenntnisse muss man sich in Sachen Technik und Elektronik erwerben, will man die modernen Regel- und Steuerungsgeräte korrekt einbauen. Auch die Funktionsweise der Geräte muss bekannt sein, um eventuell auftretende Fehler rasch zu erkennen und zu beseitigen.Während der Lehrzeit erwirbt man Kenntnisse und Fertigkeiten im Pflegen und Instandhalten von Werkzeugen und Maschinen, lernt das Lesen und Anfertigen von Zeichnungen, erwirbt Kenntnisse im Stein- und Betonbau sowie im Bearbeiten und Setzen von Keramiken, Natur- und Kunststeinen. Zu den Lehrinhalten zählen ferner chemisches und physikalisches Grundlagenwissen, Werkstoffkunde, Wärmelehre, Elektro- und Feuerungstechnik und die Regel- und Steuerungstechnik.