Packmitteltechnologe/-in

Coffee to go, Schokoriegel und Nudeln, Haargel und Handys, Medikamente und das neueste Computerspiel – ohne Verpackung nicht zu denken. Erst im Pappbecher, in der Plastikfolie oder im passgenauen Karton finden Nahrungsmittel und Konsumgüter den Weg zum Verbraucher, sind empfindliche Waren gut geschützt. Die mehr oder weniger bunten Hüllen sind darüber hinaus Werbe- und Informationsmedium: Wer sich eine Tütensuppe kochen will, findet auf der Verpackung die Angaben über Geschmacksrichtung und Hersteller und die Gebrauchsanleitung gleich mit dazu.

Hinter Schachteln, Tüten und Styroporformen steht der Packmitteltechnologe, ein zukunftsweisender Ausbildungsberuf für junge Leute, die mindestens einen Hauptschulabschluss, handwerkliches Geschick und technisches Interesse, ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und eine kreative Ader haben. Die Ausbildung dauert drei Jahre und endet mit einer Abschlussprüfung bei der IHK.

Für jeden Kundenwunsch die richtige Verpackung – wie geht der Packmitteltechnologe vor, um aus Papier und Pappe, aus Kunststoff- und Metallfolien Faltschachteln, Tüten oder Beutel für die unterschiedlichsten Produkte zu entwerfen und herzustellen? Ein Beispiel: Der Auftraggeber möchte eine Getränkeverpackung, er hat genaue Vorstellungen von der Form und wünscht ein besonders umweltverträgliches Material. Nach seinen Vorgaben erstellt der Packmitteltechnologe eine Konstruktionszeichnung und fertigt ein Muster an. Er wählt die in Frage kommenden Rohstoffe aus und berechnet die Materialkosten. Ist der Kunde mit den Vorschlägen einverstanden, wählt der Packmitteltechnologe den optimalen Fertigungsweg und bereitet die einzelnen Arbeitsschritte vor.

Zunächst wird am Computer eine Stanzform für die serienmäßige Fertigung gezeichnet. In der Regel übernehmen computergesteuerte Maschinen die Produktion, der Mensch überwacht die Fertigungsschritte. Schneide- oder Stanzmaschinen lösen den Rohling in der benötigten Größe aus einer Rolle, Falt- und Klebmaschinen bringen die Verpackung in ihre endgültige Form. Damit keine Flüssigkeit ausläuft, erhalten die Getränkeverpackungen eine metallene Innenbeschichtung, Druckmaschinen verleihen der Verpackung ein ansprechendes Äußeres.

Im Ausbildungsbetrieb lernt der angehende Packmitteltechnologe, Packmittel zu entwickeln und Verpackungsmuster anzufertigen, die jeweils geeigneten Materialien und Herstellungsverfahren auszuwählen, Maschinen und Anlagen einzurichten und deren Betrieb zu kontrollieren, die Maschinen instand zu halten, Reparaturen auszuführen und nicht zuletzt die Qualität der Produkte sicherzustellen.

In der Berufsschule, unter anderem in Neustadt a. d. Weinstraße und Stuttgart, geht es um theoretische und praktische Kenntnisse wie das Lesen technischer Zeichnungen und Datenblätter, das Anfertigen von Skizzen, die Behandlung der Maschinen und Geräte, aber auch die Herstellung von Produktionswerkzeugen. Spezialisieren können sich Packmitteltechnologen etwa als Verpackungsdesigner oder -berater, Stanzformenhersteller, Maschinenführer oder Qualitätsprüfer. Wer seine berufliche Karriere gezielt voran bringen will, kann sich zum Industriemeister für Papierverarbeitung oder zum Papiertechniker fortbilden.

Mit dem entsprechenden Schulabschluss ist auch ein Studium zum Verpackungstechniker oder Papieringenieur sowie an der Dualen Hochschule in Karlsruhe zum Bachelor of Engineering Papiertechnik möglich.

In Zukunft werden immer häufiger mit Nanopartikeln versetzte Kunststoffe in der Verpackungsindustrie Einzug halten. Je nach Zusammensetzung schützen sie vor UV-Licht, absorbieren Sauerstoff, wirken antistatisch oder antimikrobiell.

Geforscht wird an recycelbaren oder wasserabweisenden Naturfaserverpackungen. Diese nachwachsenden Verpackungsmaterialien sollen langfristig Verpackungen aus petrochemischen Polymeren ablösen – Packmitteltechnologen sind bei der Einführung dieser Biokunststoffe ganz vorne dabei.

 

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