Podologe/in

Berührungsängste kennt ein Podologe keine. Er arbeitet im engen Körperkontakt zu seinen Kunden und Patienten und betreut sie oft über Jahre hinweg. Dabei wird er nicht selten zum vertrauten Gesprächspartner; Verantwortungsbewusstsein, Taktgefühl und Diskretion sind deshalb Pflicht. Für den Podologen stehen die Füße ganz oben, denn Podologie ist die nichtärztliche Heilkunde am Fuß.

Die medizinische Fußpflege hilft dabei, gut zu Fuß zu sein und zu bleiben. Zur Prävention von Fußkrankheiten entfernt der Podologe Hühneraugen und Hornhaut, kürzt Nägel und bietet Fußmassagen an. Patienten mit Diabetes oder Rheumaerkrankungen, die oft Probleme an den Füßen bekommen, verschafft er Linderung. Er passt Druckentlastungen an und behandelt Warzen oder Fußpilz. Er ist Ratgeber in Fragen zur Fußgesundheit, seien es Bewegungsübungen zur Kräftigung der Fußmuskulatur oder die Beratung über geeignetes Schuhwerk bei Fehlstellungen. In der Regel verkauft er auch Produkte rund um den gesunden Fuß.

Zange, Pinzette und Schleifgeräte gehören zu seinen Arbeitsmitteln, äußerste Hygiene ist dabei das Gebot, um keine Krankheiten zu übertragen. So werden die Instrumente nach der Behandlung hygienisch aufbereitet, wobei der Podologe Untersuchungshandschuhe bei der Arbeit trägt.

Dieser medizinische Assistenzberuf bietet jungen Menschen hervorragende Chancen im zukunftsorientierten Feld der Dienstleistungs- und Gesundheitsberufe, einer der größten Wachstumsbranchen. Auch für ‘Seiteneinsteiger’ kann dieser Beruf als förderungswürdige Umschulungsmaßnahme eine Alternative sein. Bei der 2-jährigen Vollzeitausbildung ist der Realschulabschluss oder Vergleichbares (z. B. Hauptschulabschluss und abgeschlossene Berufsausbildung) die Zugangsvoraussetzung. Die Ausbildung setzt sich aus 2.000 Unterrichtseinheiten Theorie und rund 1.000 Stunden Praxis zusammen, wobei etwa acht Wochen als Praktikum absolviert werden müssen. Die Ausbildung schließt mit einer staatlichen Prüfung ab, die zum Führen des Titels berechtigt.

Danach ist eine selbstständige Tätigkeit genauso möglich wie die Anstellung an einer Klinik oder in einer diabetischen Fußambulanz. Die Kooperation mit Ärzten, mit Orthopädieschuhmachern und Orthopäden ist eine zentrale Aufgabe des Podologen. Geduld, Verantwortungsbewusstsein und Freude am Umgang mit Menschen sind ebenso wichtig wie Fingerfertigkeit, technisches Verständnis und gute Beobachtungsgabe. Die staatliche Anerkennung und Zertifizierung der Ausbildungsstätte, eine staatliche Prüfung und ein ausführlicher Lehrinhaltsplan sind eine gute Empfehlung bei der Suche nach der geeigneten Schule.

 

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