Steuerfachangestellte/r

Steuerfachangestellter – ein staubtrockener Beruf? Weit gefehlt. Wer ein ausgeprägtes Zahlenverständnis hat und darüber hinaus gerne mit Menschen kommuniziert, findet bei Steuerberatern, Steuerbevollmächtigten, Wirtschaftsprüfern oder vereidigten Buchprüfern ein interessantes Arbeitsfeld. Denn in den Mandanten der Praxen und Kanzleien spiegeln sich alle Facetten des Wirtschaftslebens, vom Industriebetrieb über den Freiberufler bis zur Privatperson.

Während seiner dreijährigen Ausbildung lernt der Steuerfachangestellte die gesamte Software zu beherrschen, die bei der Bewältigung der Datenflut in der Buchführung hilft. Er wickelt u.a. die technische Personalverwaltung, sprich Lohn- und Gehaltsabrechnungen für die Mandanten ab, kümmert sich um deren Finanzbuchführung, bereitet Jahresabschlüsse vor und bearbeitet Steuererklärungen. Wenn das Finanzamt den Steuerbescheid herausgegeben hat, prüft er das Ergebnis auf mögliche Fehler. Außerdem klärt er die Mandanten über rechtliche Bestimmungen auf.

In seiner dreijährigen dualen Ausbildung lernt der Steuerfachangestellte die Grundlagen des Steuerwesens ebenso kennen wie Rechnungswesen, Buchführung und Bilanzierung, Lohn- und Gehaltsabrechnung; er erhält darüber hinaus Einblicke in Betriebswirtschaft und Wirtschaftsrecht.

Abitur oder Fachhochschulreife, der Abschluss einer Höheren Handelsschule oder Wirtschaftsfachschule bieten gute schulische Voraussetzungen für den Beruf und den weiteren Aufstieg auf der Karriereleiter. Denn mit der Fortbildungsprüfung zum Steuerfachwirt ist auch die erste Hürde in Richtung Steuerberater geschafft.