Tourismuskaufmann/frau

Von heute auf morgen die Reise zum Meeting in Shanghai organisieren und das nächstgelegene Businesshotel finden, damit keine wertvolle Arbeitszeit mit Pendeln verloren geht; eine anspruchsvolle Individualreise zu sagenumwobenen Inka-Stätten zusammenstellen; das Rundum-Sorglos-Paket für Familien mit Kleinkindern empfehlen; den richtigen Riecher für die Urlaubstrends von übermorgen entwickeln und sie akribisch durchzuplanen, damit sich die flammenden Versprechen der Reisekataloge auch erfüllen – all das gehört zur komplexen Reisebranche und spiegelt sich im Berufsbild Tourismuskaufmann/-frau (Privat- und Geschäftsreisen) wider. Die Ausbildung berücksichtigt Bereiche wie Kundenbindung, Kommunikation, Vertrieb, Marketing und Projektmanagement. Im dritten Lehrjahr vertiefen die Auszubildenden ihr Wissen in den Wahlqualifikationseinheiten Reiseveranstaltung, Reisevermittlung oder Geschäftsreisen.

Um bisweilen auch unentschlossene Kunden optimal beraten zu können, müssen sich Tourismuskaufleute mit Urlaubszielen im In- und Ausland, bei Reisediensten und Serviceleistungen gut auskennen. Die Leistungen, die dem Kunden vermittelt werden, müssen kalkuliert und in Prospekten zusammengestellt werden. Das kann von Charterflügen über Schiffs- und Omnibusreisen bis zu Ferien auf dem Bauernhof gehen; von Pauschalreisen für Autofahrer über Studien- und Kongressreisen bis hin zu Radtouren.

Für die Reisenden reserviert man Bahn- oder Zugtickets, sucht einen günstigen Mietwagen am Urlaubsort, bucht die Hotelzimmer und klärt sie über Zoll-, Devisen-, Pass- und Gesundheitsvorschriften sowie über Klima, Verpflegung, Kleidung und Besonderheiten des Gastgeberlandes auf. Der Computer und spezielle touristische Buchungssysteme sind dabei ein unverzichtbares Handwerkszeug. Spaß am Umgang mit technischen Systemen ist deswegen zur Grundvoraussetzung für die Ausbildung geworden, gefragt sind aber auch analytische Fähigkeiten und Umsetzungsgeschick.

Im Bereich Reiseveranstaltung geht es darum, Dienstleistungen wie Beförderung, Unterbringung und etwaige Zusatzangebote auszuwählen, zu bewerten und zu attraktiven Pauschalangeboten zusammenzustellen. Auch das Beschwerdemanagement gehört mit zum Tätigkeitsfeld.

Einen eigenen Schwerpunkt bilden Geschäftsreisen. Zum Geschäftsreisemanagement gehören nicht nur die Reservierung und Buchung von Beförderungsmittel, Unterkunft oder Meetinggelegenheiten, sondern auch die Reisekostenabrechnung und das Controlling.

Als wichtige Voraussetzung für diesen Beruf muss man Kontaktfreudigkeit mitbringen. Um Tourismuskaufmann zu werden, genügt formal der Hauptschulabschluss; in der Regel haben die Bewerber Abitur oder mittlere Reife, dann kann die Ausbildungszeit verkürzt werden. Nach der Ausbildung arbeiten sie in Reisebüros und bei Reiseveranstaltern, in Fremdenverkehrsämtern, bei großen Busunternehmen oder Hotelketten.

Mit der Wahlqualifikation Geschäftsreisen profiliert man sich für das Travelmanagement großer Unternehmen oder für Voll-Reisebüros, die neben Ferienreisen auch Geschäftsreisen abwickeln. Darüber hinaus ist es möglich, sich mit einem Fremdenverkehrsbetrieb oder einem Reisebüro selbstständig zu machen. Das Fachwissen gilt es ständig zu ergänzen und neuen Entwicklungen anzupassen. Das Themenspektrum reicht von Fremdsprachen über EDV-Anwendungen bis zu speziellen Marketingstrategien.

Weiterbilden kann man sich beispielsweise zum Touristikfachwirt. Auch ein Studium mit einem Bachelorabschluss im Bereich Touristik ist möglich.

 

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