Wasserbauer/in

Was der Straßenbauer an Land, schafft der Wasserbauer auf Flüssen und Kanälen. Nicht umsonst bezeichnet man diese als Wasserstraßen. Wasserbauer kontrollieren Fahrrinnen, Uferbefestigungen und Küsten und halten sie instand, um einen reibungslosen Schiffsverkehr zu gewährleisten. Sie planen und bauen neue Bauwerke wie Schleusen oder Stauwehre und modernisieren und vergrößern bestehende Anlagen. Davon gibt es eine ganze Menge: Am gut 7.000 Kilometer langen bundesdeutschen Wasserstraßennetz liegen 326 Schleusen, 337 Stauwehre und 1.364 Brücken, die die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zu betreuen hat.

Angehende Wasserbauer sollten technisch und handwerklich interessiert sein, zupacken können, verantwortungsbewusst und teamfähig sein. Sie arbeiten mit Holz, Metall und Beton, wenn sie Dämme und Ufersicherungen, Schleusen und Staustufen pflegen und reparieren. An der See halten sie Küsten- und Inselschutzanlagen instand. Sie halten die Fahrrinnen frei und beseitigen Treibgut, außerdem stellen sie Schifffahrtszeichen auf. Bei Hochwasser, Sturmfluten oder Schiffsunfällen ist Einsatzbereitschaft rund um die Uhr vonnöten.

Bewerber sollten mindestens einen guten Hauptschulabschluss haben, und sie müssen erfolgreich die Freischwimmerprüfung abgelegt haben. Mit entsprechender Berufserfahrung ist die Weiterbildung zum Meister möglich oder mit Hochschulzugangsberechtigung auch ein Ingenieurstudium.