Werbung: Tipp des Tages

Archive

Facebook

    

Balthasar-Neumann-Schule 1: Smart Home und Smart Building wollen gelernt sein

von Team ZukunftBeruf | 31 Mai 2019
Anklicken zum Vergrößern

Anklicken zum Vergrößern

Bruchsal. Digitalisierung, ein großes Thema der Gegenwart, bietet auch in der Gebäudetechnik viele Möglichkeiten, den Benutzerkomfort zu steigern, die Energieeffizienz zu verbessern und die Kosten zu senken. Entscheidend für eine effiziente Gesamtfunktion ist jedoch nach wie vor eine sorgfältige Dimensionierung der technischen Komponenten und Anlagen sowie die Fähigkeit, über die Grenzen der Gewerke hinweg zu denken und sich gezielt abzustimmen.

Hier setzt die Balthasar-Neumann-Schule 1 mit ihrer Fachschule für Gebäudesystemtechnik an. In der 3-jährigen Teilzeitausbildung werden die Grundlagen zur Projektierung aller wichtigen Versorgungssysteme (Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär, Beleuchtung, elektrische Energieversorgung) und der zugehörigen Melde-, Steuer-, Regel- und Leitsysteme gelegt. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln eine gewerkeübergreifende Sicht auf das Zusammenspiel der Teilsysteme und können diese auf der Steuerungs- und Leitebenen verknüpfen. So können sie das Potenzial einzelner Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und des Bedienkomforts umfassend beurteilen.

Die Technikerausbildung setzt eine abgeschlossene Berufsausbildung als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik oder als Elektroniker für Energie und Gebäudetechnik, für Betriebstechnik, für Automatisierungstechnik oder für Gebäude- und Infrastruktursysteme voraus. Zudem sind eineinhalb Jahre Berufserfahrung notwendig. Davon kann die Hälfte ausbildungsbegleitend nachgewiesen werden.

In der Ausbildung werden den Berufsgruppen die handwerklichen und fachtheoretischen Grundlagen der jeweils anderen Berufsfelder vermittelt. Dazu werden gewerkeübergreifende Projektaufgaben bearbeitet, bei denen Heizungs- und Elektroanlagen erstellt, parametriert und in Betrieb genommen werden. Hinzu kommen Grundlagen der Bautechnik und der Bauphysik, um bauliche Gegebenheiten (Baumaterialien, Konstruktionsmerkmale) zu beurteilen.

Die Ausbildung gliedert sich in drei Schwerpunkte:

  • technische Inhalte: Planen und Dimensionieren von Heizungs-, Sanitär- und Lüftungsanlagen sowie von elektrische Versorgungsanlagen; Analysieren der zugehörigen Steuer- und Regelungstechnik; Projektieren von Gefahrenmeldeanlagen, der Netzwerktechnik und der Gebäudeleittechnik
  • betriebswirtschaftliche Inhalte: Unternehmensgründung und –führung; Investition und Finanzierung; Vertrags- und Arbeitsrecht; Angebotswesen und Kalkulation; Projektplanung und Projektmanagement; Grundzüge der Gebäudebewirtschaftung (Facility Management)
  • Kommunikation: Dokumentationen und Präsentationen zu fachlichen Themen; Kunden- und Mitarbeitergespräche; berufliches Englisch mit der Möglichkeit, ein europaweit anerkanntes KMK-Zertifikat zu erwerben

Im dritten Jahr der Ausbildung erstellen die angehenden Techniker eine Technikerarbeit, in der sie ihre Problemlöse-, Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit unter Beweis stellen.

Der Unterricht findet Donnerstag abends, Freitag nachmittags und abends und Samstag vormittags statt.