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Berufliche Schulen in Baden-Württemberg: Land fördert 15 Lernfabriken 4.0

Stuttgart. Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft fördert die Einrichtung von 15 Lernfabriken 4.0 an beruflichen Schulen mit insgesamt 6,5 Millionen Euro. Darunter sind die beruflichen Schulen in Wiesloch, Eberbach, Schwetzingen, Sinsheim und Weinheim, die Gewerbeschule Mosbach und Zentralgewerbeschule Buchen sowie die Carl-Benz-Schule gemeinsam mit der Heinrich-Hertz-Schule, Karlsruhe, und die Carl-Benz-Schule, Gaggenau.
Die Stadt- und Landkreise als Träger der beruflichen Schulen waren aufgerufen, in Kooperation mit der regionalen Wirtschaft Projektvorschläge zur Umsetzung der Lernfabriken einzureichen. Die 15 Lernfabriken – sieben mehr als ursprünglich geplant – werden bis zum Herbst 2016 in elf Regionen im ganzen Land verteilt entstehen.

„Industrie 4.0 wird vor allem die Arbeitsbedingungen nachhaltig verändern. Wegen der komplexen Abläufe ist es wichtig, die Fachkräfte in möglichst praxisnahen Lernumgebungen aus- und weiterzubilden. Die Lernfabrik ist ein ideales Instrument dafür“, sagte Wirtschaftsminister Nils Schmid.

In den Lernfabriken werden die Schülerinnen und Schüler an die Bedienung von Anlagen auf der Basis realer Industriestandards herangeführt. Auf den Förderaufruf des Ministeriums hatten sich 28 Berufsschulen beworben. Wirtschaft, Hochschulen und weitere regionale Organisationen waren in den Prozess eingebunden und präsentierten viele Projekte, die die ganzheitliche Vernetzung moderner Produktionssysteme schülergerecht abbilden.

Die Lernfabriken sollen auch kleinen und mittleren Unternehmen Anregungen zur Umsetzung für typische Prozesse von Industrie 4.0 bieten und dem Mittelstand die damit verbundenen Chancen näher bringen.

Lernfabrik 4.0
Die Lernfabrik 4.0 gleicht im Aufbau und in der Ausstattung industriellen Automatisierungslösungen. Hier werden Grundlagen für anwendungsnahe Prozesse erlernt. Maschinenbau und Elektrotechnik werden dabei durch professionelle Produktionssteuerungssysteme verknüpft.

Zielgruppen sind Auszubildende der Fachbereiche Metall- und Elektrotechnik sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Technikerschulen oder an Weiterbildungslehrgängen aus mittelständischen Unternehmen.