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Berufliche Weiterbildung: Neuausrichtung erforderlich

Berlin. Die berufliche Weiterbildung muss neu ausgerichtet werden, um den technologischen und gesellschaftlichen Wandel bewältigen und gestalten zu können. So das Fazit von mehr als 100 Bildungsexpertinnen und -experten, die vergangene Woche an einer Veranstaltung zum Förderschwerpunkt ‚Innovative Ansätze einer zukunftsfähigen beruflichen Weiterbildung (InnovatWB)‘ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) teilgenommen hatten. Der Förderschwerpunkt wurde vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) koordiniert und wissenschaftlich begleitet. Insbesondere müssten sich die Bildungsmaßnahmen stärker an den konkreten Bedürfnissen und Möglichkeiten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausrichten, besser in die beruflichen Tätigkeiten integriert und die individuellen Lernprozesse professionell begleitet werden.

63 Partner aus Wissenschaft und Praxis haben drei Jahre lang in 34 Projekten Grundlagen und Konzepte für eine zukunftsfähige berufliche Weiterbildung erforscht, entwickelt und erprobt. Insbesondere ging es darum, lebensbegleitendes Lernen als selbstverständlichen Teil in Bildung- und Erwerbsbiografien zu integrieren. Sie befassten sich damit, wie mittels Weiterbildung die Beschäftigungsfähigkeit von niedrig oder nicht formal Qualifizierten verbessert werden kann, etwa durch das Erfassen vorhandener Kompetenzen und Stärkung selbstorganisierter Lernprozesse mit digitalen Medien. Erstellt wurden unter anderem Handreichungen für die Praxis wie beispielsweise ein Methodenkoffer zum selbstorganisierten Lernen. Um Weiterbildung speziell in Klein- und Mittelbetrieben zu fördern, wurde die Methode einer kollegialen Beratung für Führungskräfte erfolgreich erprobt.

In einem weiteren Schwerpunkt untersuchten die Projekte, wie sich die Weiterbildungseinrichtungen und das Lehrpersonal auf die Herausforderungen der Digitalisierung und einer älter werdenden Gesellschaft einrichten. Bildungsberatung und Lernbegleitung komme eine immer wichtigere Bedeutung zu, so die Projektergebnisse. Das erfordere weitreichende Personal- und Organisationsentwicklungen in den Weiterbildungseinrichtungen sowie eine stärkere Vernetzung in den Regionen.

BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser: „Eine zukunftsfähige berufliche Weiterbildung muss auf allen Ebenen, in der Politik, in der Forschung, in den Regionen und in den Unternehmen finanziell und strukturell gestärkt werden. Nötig ist eine stärker individuell, arbeitsplatz- und arbeitsprozessorientierte Ausgestaltung der Weiterbildung.“