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Bildungsinitiative expedition d: Ein Truck voller digitaler Technologien

von Team ZukunftBeruf | 3 April 2019
Training mit der Datenbrille gehört bereits heute zur Ausbildung in vielen technischen Berufen, aber auch in der Medizin. Foto: Baden-Württemberg Stiftung

Training mit der Datenbrille gehört bereits heute zur Ausbildung in vielen technischen Berufen, aber auch in der Medizin. Foto: Baden-Württemberg Stiftung

Stuttgart. Internet der Dinge, künstliche Intelligenz, Virtual und Augmented Reality: Digitale Schlüsseltechnologien zum Anfassen und Ausprobieren verspricht die neue Bildungsinitiative expedition d. Im zweistöckigen Truck können Schülerinnen und Schüler entdecken, wie die Digitalisierung das Leben und die Berufswelt verändert, welche MINT-Berufe daran mitarbeiten und welche digitalen Kompetenzen dazu gebraucht werden. Ab dem Frühjahr 2019 tourt die Roadshow über Schulhöfe in ganz Baden-Württemberg.

Ein konkreter Arbeitsauftrag dient als Leitfaden. So trainieren die Jugendlichen beispielsweise eine künstliche Intelligenz im Erkennen von Personen und Gegenständen. Computer Vision – maschinelles Sehen – wird auch bei autonom fahrenden Autos verwendet. In einer Virtual-Reality-Anwendung ist ein zerlegtes Fahrrad zu sehen, das wieder zusammengesetzt werden muss. Die Schülerinnen und Schüler steuern den Zusammenbau mit einem Controller. In Ausbildung und technischen Schulungen wird VR bereits vielfältig eingesetzt.

Baustein zur Berufsorientierung

Pro Jahr sollen rund 12.000 Jugendliche erreicht werden und sich mit dem Megatrend Digitalisierung beschäftigen, der sich eben nicht nur im Gebrauch des Smartphones niederschlägt. Hier entstehen ganz neue Berufsbilder: Data Storyteller etwa gestalten aus nüchternen Zahlen packende Geschichten, Virtual-Reality-Expertinnen entwickeln nicht nur Spielewelten, sondern auch Trainingsumgebungen für angehende Mediziner, und im Management ist der Chief Digital Officer für die Strategie des digitalen Transformationsprozesses verantwortlich. Auch ethische Themen und Datenschutz werden zu neuen beruflichen Aufgabenstellungen: Maschinenethikerinnen etwa beschäftigen sich mit Regeln, denen autonom agierende und entscheidende Maschinen folgen müssen.

Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung, einer der Projektträger: „Wenn wir unsere Schülerinnen und Schüler nicht aktiv auf die Digitalisierung vorbereiten, dann ist die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationkraft des Standorts Deutschlands in Gefahr.“ Laut Institut der deutschen Wirtschaft (IW) fehlten im Oktober 2018 bundesweit 340.000 Fachkräfte in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik), davon 79.000 in Baden-Württemberg.

Info: expedition d gehört zum Programm COACHING4FUTURE der Baden-Württemberg Stiftung in Kooperation mit dem Arbeitgeberverband Südwestmetall und der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit. Der Truck kann von Lehrkräften unter www.coaching4future.de angefordert werden.