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IHK Rhein-Neckar: Anteil von Geflüchteten in Ausbildung gestiegen

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IHK Rhein-Neckar: Anteil von Geflüchteten in Ausbildung gestiegen

BU: Nach Berufsorientierung (hier in der Justus-von-Liebig-Schule Mannheim) und Sprachkursen entdecken junge Geflüchtete zunehmend die Vorteile einer dualen Ausbildung, sagt die IHK Rhein-Neckar.

Nach Berufsorientierung (hier in der Justus-von-Liebig-Schule Mannheim) und Sprachkursen entdecken junge Geflüchtete zunehmend die Vorteile einer dualen Ausbildung, sagt die IHK Rhein-Neckar.

Mannheim. 118 Flüchtlinge in der Region Rhein-Neckar haben in diesen Tagen ihre Ausbildung gestartet, teilt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar mit – rund die Hälfte von ihnen mit Unterstützung durch die Kammer. „Die positive Trendumkehr bei der Gesamtzahl der Ausbildungsplätze im IHK-Bezirk ist auch darauf zurückzuführen, dass sich immer mehr Geflüchtete für Ausbildung interessieren“, sagt IHK-Präsidentin Irmgard Abt. Rund drei Prozent der neuen Ausbildungsplätze im Kammerbezirk wurden von Geflüchteten besetzt. Dabei gingen 2017 doppelt so viele Geflüchtete in Ausbildung wie im Jahr zuvor.
„Trotz der zum Teil immensen sprachlichen und fachlichen Herausforderungen kommen Geflüchtete langsam auf dem Ausbildungsmarkt an“, so Abt. Allerdings seien viele davon bereits seit drei, vier Jahren in Deutschland. Für die kommenden Jahre erwarte die IHK eine weitere Steigerung des Anteils von Geflüchteten in der Ausbildung. „Derzeit befindet sich in Sprach- und Integrationskursen und in den beruflichen Schulen eine Generation interessanter Bewerber. Junge Geflüchtete entdecken die Vorteile einer dualen Ausbildung nach deutschem Muster und können diese zunehmend auch sprachlich bewältigen“, meint Abt.
Bei der IHK Rhein-Neckar identifizieren seit März 2016 zwei sogenannte Kümmerer in individuellen Gesprächen geeignete Bewerber unter den Geflüchteten, beraten sie zur dualen Ausbildung, bringen sie mit Unternehmen in Kontakt und begleiten beide Seiten beim Weg in die Ausbildung. „Viele der Geflüchteten ergreifen Ausbildungsberufe in den Bereichen Metall, Hotel/ Gastronomie und in der Logistik, in denen teilweise händeringend und in den vergangenen Jahren oft vergeblich nach Nachwuchs gesucht wurde“, so Abt.
Die Geflüchteten, die jetzt eine Ausbildung aufgenommen haben, kommen aus rund 20 Nationen. Die größte Gruppe bilden Afghanen (44), gefolgt von Gambiern (19), Syrern (15), Irakern und Nigerianern (jeweils fünf). Weniger als drei Prozent sind Frauen.