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IHK zu einem Jahr Flüchtlingsinitiative: „Menschen in Ausbildung und Arbeit zu bringen ist langwierig, aber möglich“

Rwat Darwis aus Syrien arbeitet zurzeit in der Düsenmontage der Firma Aurora Konrad G. Schulz in Mudau. Die Sicherheitshinweise hängen dort in mehreren Sprachen. Foto: IHK Rhein-Neckar/Rinderspacher

Rwat Darwis aus Syrien arbeitet zurzeit in der Düsenmontage der Firma Aurora Konrad G. Schulz in Mudau. Die Sicherheitshinweise hängen dort in mehreren Sprachen. Foto: IHK Rhein-Neckar/Rinderspacher

Mannheim. Seit einem Jahr betreibt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar über das Programm ‚Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeit bringen‘ die Eingliederung von Flüchtlingen in den regionalen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Im gesamten IHK-Bezirk sind aktuell 84 Menschen mit Fluchthintergrund in einer dualen Ausbildung, 58 von ihnen haben zum Oktober 2016 ihre Ausbildung begonnen, teilt die Kammer mit.

„Vor allem mangelnde Sprachkenntnisse, aber auch schwache Mathematikgrundlagen stellten sich als die größten Hindernisse für eine rasche Eingliederung in Ausbildung und Arbeit heraus“, so IHK-Präsidentin Irmgard Abt. Darüber hinaus seien bürokratische Hürden im ersten Jahr bestimmend gewesen, aufenthaltsrechtliche Fragestellungen, Fragen zur Arbeitserlaubnis sowie schulisch und beruflich mitgebrachte Grundqualifikationen.

Informationen für die Mitgliedsfirmen und die Orientierung der Flüchtlinge zur beruflichen Ausbildung, die in keinem der Herkunftsländer auch nur annähernd bekannt sei, bildeten demnach die Schwerpunkte der IHK-Arbeit. Im Detail gehe es darum, Fähigkeiten und Kenntnisse zu identifizieren, passende Praktika oder Einstiegsqualifikationen zu vermitteln und Firmen und Flüchtlinge danach zu begleiten, sagte Abt. Die IHK-Bildungsberater hätten dazu ein enges Netzwerk mit Arbeitsagenturen, für Geflüchtete zuständigen Behörden und ehrenamtlichen Betreuern geknüpft.

„Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Arbeit wird nicht von heute auf morgen funktionieren. Sie ist vielmehr ein langer Prozess, in dem viele Akteure Hand in Hand arbeiten müssen“, sagte Abt. Man sehe nun auch, wie schwer sich Unternehmen und Institutionen damit tun. Insgesamt lautet das IHK-Fazit: „Die Integration in Ausbildung ist in vielen Fällen möglich. Sie ist allerdings kein Selbstläufer. Insbesondere wird es länger dauern, als zu Beginn der Flüchtlingswelle erhofft.“

 

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