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KMU: Qualifizierungsverbünde für mehr Weiterbildung

von Team ZukunftBeruf | 15 Juli 2019

Stuttgart. Über Qualifizierungsverbünde können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Baden-Württemberg künftig gemeinsam Weiterbildungen für ihre Beschäftigten anbieten.

„Weiterbildung ist branchenübergreifend der Schlüsselfaktor, wenn es darum geht, den Weg in die Arbeitswelt 4.0 erfolgreich zu bestreiten“, so Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Die Qualifizierungsverbünde werden von Verbundmanagern unterstützt, die den jeweiligen Weiterbildungsbedarf in den beteiligten Betrieben ermitteln und gemeinsame, passgenaue Weiterbildungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter organisieren sollen. Darüber hinaus sollen sie trägerneutral beraten und eine Lotsenfunktion in die Weiterbildungsförderung wahrnehmen. Hintergrund: KMU verfügen selbst oft nicht über die Personalkapazitäten und das fachliche Know-how, um ihren Beschäftigten eine systematische Personalentwicklung und Weiterbildung zu ermöglichen.

Die zweijährige Pilotphase beginnt mit dem Aufbau von Qualifizierungsverbünden in vorerst sechs Regionen im Land, darunter Rhein-Neckar, Stuttgart und Freiburg. Branchenschwerpunkte sind zunächst die Metall- und Elektroindustrie sowie die Textilindustrie am Standort Reutlingen.

Zielgruppen sind neben Fach- und Führungskräften vor allem un- und angelernte Beschäftigte, die ein erhöhtes Arbeitsplatzrisiko tragen. Im Einzelfall sollen auch (Langzeit-)Arbeitslose einbezogen und Jugendliche an eine berufliche Ausbildung herangeführt werden.

Die Qualifizierungsverbünde sind ein Gemeinschaftsprojekt des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, des Verbands der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg (Südwestmetall) und des Verbands der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie (Südwesttextil). Die Kosten des Modellprojekts von 2,1 Millionen Euro für zwei Jahre tragen zu 50 Prozent die Regionaldirektion und zu je 25 Prozent das Ministerium sowie die beiden Wirtschaftsverbände. Langfristig sollen die Qualifizierungsverbünde ohne öffentliche Förderung auskommen.