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Meisterfeier der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald: „Meisterliche Verantwortung übernehmen“

Bei der Meisterfeier 2016 der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald erhielt Schreinermeisterin Laura Maxime Miriam Krämer den Start-up-Preis von Peter Anderer, VR Bank Rhein-Neckar. Foto: Thomas Rittelmann

Bei der Meisterfeier 2016 der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald erhielt Schreinermeisterin Laura Maxime Miriam Krämer den Start-up-Preis von Peter Anderer, VR Bank Rhein-Neckar. Foto: Thomas Rittelmann

Mannheim. „Schwergewicht deutscher Wirtschaftsgeschichte“, so bezeichnete Moderator Sascha Spataru den 70 Gramm schweren Meisterbrief der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald. Seit der Meisterfeier Mitte November im Mannheimer Rosengarten nennen ihn 485 neue Meisterinnen und Meister aus 16 Berufen ihr Eigen.

Kammerpräsident Alois Jöst ermutigte zur „Übernahme meisterlicher Verantwortung“, sowohl fürs eigene Tun wie auch den persönlichen Berufs- und Lebensweg. „Verantwortung am Arbeitsplatz gehört genauso dazu wie für die Auszubildenden, Beschäftigten und deren Familien.“ Eine offene und transparente Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern helfe, das Handwerk für die Zukunft fit zu machen. Jöst forderte außerdem die Schonung der natürlichen Ressourcen.

Er kritisierte die Abschaffung der Meisterpflicht für mehr als 50 Berufe im Jahr 2004. Denn 93 Prozent aller Lehrlinge würden von Betrieben mit Meisterpflicht ausgebildet. „Auf 100 meisterpflichtige Betriebe kommen 56 Lehrlinge, auf 100 zulassungsfreie Betriebe nur 5 Lehrlinge.“

Nach der Ehrung der jeweils besten Meisterinnen und Meister aus den geprüften Berufen schilderte die Heidelberger Schreinermeisterin Laura Maxime Miriam Krämer als bester Start-Up ihre Beweggründe für ihren Weg zur Tischlermeisterin und insbesondere die Herausforderungen, die sich ihr auf diesem Weg stellten.

Die Altersspanne der neuen Meisterinnen und Meister reichte von der 52-jährigen Tischlerin bis zur 19-jährigen Friseurin. Zahlenmäßig am stärksten vertreten waren die Friseure (89), am geringsten die Drucker (2).

Preise und Ehrungen

Die VR-Bank Rhein-Neckar zeichnete Schreinermeisterin Laura Maxime Miriam Krämer aus Heidelberg aus, die sich unmittelbar nach ihrer Meisterprüfung selbstständig gemacht hat. Ihr Geschäftsmodell: Sie konzentriert sich aktuell auf Kooperationen mit anderen Schreinerbetrieben, um bei Überkapazitäten auszuhelfen.

Die IKK classic, Regionaldirektion Rhein-Neckar, zeichnete den Orthopädietechniker-Meister Felix Radina aus Würzburg für herausragende Leistungen in einem Gesundheitshandwerk aus.

Den von der in Mannheim ansässigen Inter-Versicherungsgruppe gestifteten Innovationspreis erhielt Feinwerkmechanikermeister Simon Lammer aus Neckarsteinach, der sich in seiner Freizeit unter anderem als ehrenamtlicher Jugendleiter im Deutschen Alpenverein (DAV) engagiert.

Als Jahresbester aller neuen Meister mit einem Notendurchschnitt von 1,3 erhielt Bäckermeister Franz Georg Dürmuth aus Wiesbaden den Preis der Signal-Iduna Versicherungsgruppe. Er absolvierte nach seinem Abitur zunächst ein Studium, entdeckte aber später seine Leidenschaft für das Bäcker-Handwerk.