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Schluss mit HPV-ausgelöstem Krebs!

Jedes Jahr könnten 10 vollbesetzte Flugzeuge und damit insgesamt 3.500 Menschenleben gerettet werden. Engagiert im Kampf gegen Krebs (v.l.): Landrat a.D. Matthias Wilkes, Nobelpreisträger Prof. Harald zur Hausen, Botschafterin Sabrina Scherbarth, Stifter Dietmar Hopp und Geschäftsführer der preventa Stiftung Dr. Claus Köster. Foto: preventa Stiftung

Jedes Jahr könnten 10 vollbesetzte Flugzeuge und damit insgesamt 3.500 Menschenleben gerettet werden. Engagiert im Kampf gegen Krebs (v.l.): Landrat a.D. Matthias Wilkes, Nobelpreisträger Prof. Harald zur Hausen, Botschafterin Sabrina Scherbarth, Stifter Dietmar Hopp und Geschäftsführer der preventa Stiftung Dr. Claus Köster.
Foto: preventa Stiftung

Speyer. Sabrina Scherbarth hatte nicht die Möglichkeit, gegen Humane Papillomviren (HPV) geimpft zu werden und erkrankte mit 34 Jahren an Krebs. Heute steht für sie fest: „Ich lasse meine Tochter impfen.“ Nobelpreisträger Prof. Harald zur Hausen, Stifter Dietmar Hopp und Mediziner Dr. Claus Köster erklärten gemeinsam mit Botschafterin Sabrina Scherbarth, wie sie helfen, Leben zu retten. Das Ziel der Verbündeten ist es, die HPV-Impfrate in Deutschland durch vermehrte Aufklärung deutlich anzuheben. Denn bundesweit lassen sich durchschnittlich derzeit nur 31 Prozent der Mädchen gegen HPV impfen, obwohl die Impfung eine Infektion mit krebserregenden humanen Papillomaviren verhindern kann. Die Impfung kann vor Gebärmutterhalskrebs und weiteren Krebsarten, die auch Männer treffen können, schützen. Die Kosten der HPV-Impfung für Mädchen werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Deutschlandweit erkranken jährlich tausende Frauen an Gebärmutterhalskrebs und viele versterben daran. Als Hauptursache gilt eine meist sexuell übertragene Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV, HP-Viren), die auch bei Männern beispielsweise Mund-/Rachen-/Analkrebs auslösen können. Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren wird vom Robert-Koch-Institut eine Schutzimpfung empfohlen, die bisher bundesweit nur durchschnittlich zu 31 Prozent in Anspruch genommen wird. Dr. Claus Köster hat die preventa Stiftung gegründet, die ab sofort ihre Arbeit aufnimmt und sich zum Ziel gesetzt hat, durch die Wiedereinführung einer freiwilligen Schulimpfung die HPV-Impfrate nach oben zu schrauben. Ein Modellprojekt belegte, dass sich die Inanspruchnahme der HPV-Impfung durch Aufklärungsarbeit und das Angebot einer freiwilligen Schulimpfung um mehr als das Dreifache erhöhte. Ein weiteres Ziel der preventa Stiftung ist, dass die Impfung auch für Jungen empfohlen sowie von den Krankenkassen übernommen wird, denn auch Männer erkranken an HPV-induzierten Tumoren und sind zudem (wie Frauen) Überträger der Viren.

Die 11-jährige Franziska wurde gegen Humane Papillomaviren (HPV) geimpft. Foto: preventa Stiftung

Die 11-jährige Franziska wurde gegen Humane Papillomaviren (HPV) geimpft.
Foto: preventa Stiftung

Das Technikmuseum in Speyer wurde als Ort der Bekanntgabe der Stiftungsgründung bewusst gewählt. Dr. Claus Köster erläuterte vor dem Flugzeug Boeing 747: „Ein Urlaubsflieger kann mindestens 350 Passagiere transportieren. Wenn alle geimpft wären, könnten jährlich bis zu 10 solcher Flugzeuge voll besetzt mit Frauen und Männern vor dem Tod durch HPV-ausgelöste Tumore gerettet werden. Das wären pro Jahr 3.500 gerettete Leben!“

Kinderärztin Heike Pfenning impfte vor Ort zwei Kinder, die mit nur einer weiteren Impfung in 6 Monaten vor krebsfördernden HPV-Typen und der Infektion mit Genitalwarzen geschützt sind.

Die Botschaft von Dr. Köster überzeugte auch Dietmar Hopp, dessen Stiftung das Vorhaben mit insgesamt 770.000 Euro fördert, um mehr Eltern und Jugendliche über die Möglichkeiten dieser Impfung zu informieren. Dietmar Hopp: „Die Vorstellung, meine Söhne könnten an Krebs erkranken, war mein Antrieb, mich seit der Gründung meiner Stiftung auch im Kampf gegen Krebs zu engagieren. Mit der Unterstützung des Impfprojekts gegen HPV greife ich eines meiner ersten Anliegen wieder auf. Die Möglichkeit, dass Männer und Frauen durch eine Impfung gar nicht erst an Krebs erkranken, finde ich außerordentlich unterstützenswert.“

Prof. Harald zur Hausen legte mit seinen Forschungsarbeiten am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) die Grundlage für den später entwickelten HPV-Impfstoff. Seine Motivation war der Wille, Menschen vor Krebs zu schützen. Im Jahr 2008 wurde ihm für seine Forschungsergebnisse der Nobelpreis verliehen. Prof. Harald zur Hausen unterstützt das Projekt seit Beginn an und wird auch die preventa Stiftung begleiten: „Impfen gegen Krebs ist möglich. Nur muss die Chance auch wahrgenommen werden. Wir befinden uns in den westlichen Ländern in der komfortablen Situation, dass die Impfung für Mädchen bezahlt wird. In ärmeren Gegenden können sich Frauen nur als vorbeugende Maßnahme Operationen unterziehen, die bereits vorhandene Krebsvorstufen entfernen.“

Matthias Wilkes, Landrat a.D. des Landkreises Bergstraße, hat das Modellprojekt „Freiwillige HPV- Schulimpfung“, das von Dr. Claus Köster seit 2015 geleitet wird, maßgeblich initiiert. Das Projekt konnte an sechs hessischen Schulen belegen, dass eine umfassende Information sowie die Wiedereinführung der freiwilligen Schulimpfung ein guter Weg ist, um Kinder und Jugendliche im empfohlenen Impfalter zu erreichen. Matthias Wilkes: „Ich habe es als Herausforderung angesehen, das Wissen von Prof. zur Hausen, das mit einem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, in seiner Region praktisch nutzbar umzusetzen!“

Sabrina Scherbarth wird als Botschafterin auch die preventa Stiftung begleiten: „Hinter mir liegen zahlreiche Operationen und Therapien, Rückschläge und hoffnungsvolle Momente. Es gibt mir Kraft, zu wissen, dass es heute eine Impfung gibt, die meiner Tochter und vielen weiteren Mädchen und jungen Frauen diese Leiden ersparen kann.“

Über die preventa Stiftung

Die preventa Stiftung wurde 2017 realisiert und hat zum Ziel, Gesundheit durch Prävention zu schaffen. Der Fokus soll von Krankheit weg hin zur Gesundheit und präventivem Bestreben gelenkt werden. Das Projekt „Freiwillige HPV-Schulimpfung“ ist das erste Leitprojekt der Stiftung und übermittelt deren präventiven Grundgedanken. Durch das Projekt soll der Grundstein gelegt werden, die HPV-Impfrate landesweit und letztlich bundesweit anzuheben und somit HPV-induzierte Tumore auszurotten. Im Zuge dessen setzt die preventa Stiftung Aufklärung als einen ebenso wichtigen Baustein ein, um die Gesundheitskompetenz zu steigern. Zukünftig nimmt sich die preventa Stiftung in Zusammenarbeit mit wichtigen politischen Partnern und im Gesundheitswesen agierenden Akteuren dieser Thematik an. So werden alle entscheidungsträchtigen Instanzen vereint, um gemeinsam Gesundheit zu fördern. Die Stiftung wird vertreten durch den Gründer Dr. Claus Köster und hat ihren Sitz in Mannheim. Von Mannheim aus ist die Stiftung in erster Linie in der Metropolregion Rhein Neckar tätig.

preventa Stiftung gGmbH

Dr. med. Claus Köster
Otto-Beck-Straße 48
68165 Mannheim
T: 0621 43706242
claus.koester@preventa.de
www. preventa.de