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Schulische Digitalisierung – und jetzt? Zwischen Stillstand und Zukunft

von Team ZukunftBeruf | 29 Januar 2021

München. Egal ob es Schulen als Homeschooling, Distanzunterricht, virtuelles oder digitales Lernen bezeichnen: Die Corona-Pandemie stellt den Unterrichtsalltag noch immer vor große Herausforderungen und die Digitalisierung im Allgemeinen auf den Prüfstand. Dabei ist flächendeckender Onlineunterricht nach wie vor zu selten umsetzbar – es fehlen Hard- und Software, um das Lernen in den eigenen vier Wänden zu managen. „Viele Schulen verfügen aktuell nicht über die Infrastruktur, die eine digitale Durchführung des Unterrichts ermöglicht“, erklärt Sebastian Freisleder, Referent für Medienentwicklung und Digitale Lehrwerke am FWU – Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht. „Darüber hinaus benötigen die Bildungseinrichtungen schnell verfügbare und hochwertige Inhalte, um die Heranwachsenden weiterhin in ihrem individuellen Wissenserwerb zu unterstützen.“ Das heißt: Für den Unterricht sind besonders neue Medien, neue Methoden und neue Möglichkeiten gefragt. Dabei kann sich gerade die Krise als Katalysator für den Digitalpakt erweisen und zuvor zögerlich begonnene Digitalisierungsprozesse befeuern.

Chancen für den Unterricht

Schulen befinden sich im Umbruch. Um Heranwachsenden auch in Zukunft einen modernen Wissenserwerb zu gewährleisten, stehen computergestützte Informationstechnologien, eine zunehmende Vernetzung sowie technischer Fortschritt im Fokus aller Beteiligten. Denn richtig eingesetzt bieten Onlinelösungen einen wirklichen Mehrwert für Lehrende und Lernende. „Schüler lernen eine neue Art der Motivation kennen“, erklärt Sebastian Freisleder. „Innovative Methoden und Vorgehensweisen wecken die Neugierde und den Wissenshunger junger Menschen im Unterricht. Lehrkräfte verfügen somit über vielseitige Möglichkeiten, den Lernstoff zu vermitteln.“

In ihrer Freizeit nutzen ohnehin viele Kinder und Jugendliche digitale Medien täglich und selbstverständlich. Ebenjene Affinität gilt es in den Unterricht zu transferieren. Als eine Möglichkeit präsentieren sich Lernspiele, erläutert der Experte vom FWU: „Ein spielerischer Wissenserwerb hilft den Lernenden langfristig Erfolge zu verzeichnen. Erinnerungen, die mit Emotionen verbunden sind, bleiben deutlich besser im Gehirn verankert als solche ohne persönlichen Bezug.“ Zudem erweisen sich unter den vielen Lernmöglichkeiten Recherche- und Gruppenaufgaben als besonders hilfreich für die Heranwachsenden. Im geschützten Umfeld der Lehrbeauftragten vertiefen sie den Umgang mit digitalen Medien und erwerben so wichtige Kompetenzen für eine onlinegestützte (Arbeits-)Welt.

Zukunftsorientiertes Lernen

Gerade von Experten speziell für das Unterrichtsgeschehen entwickelte Lösungen halten für Lehrende und Lernende einen großen Mehrwert bereit. Im Idealfall stoßen die digitalen Medien Unterrichts- und Lernprozesse an, die ansonsten nicht möglich wären. Damit dies in der Unterrichtspraxis realisierbar ist, braucht es schnell verfügbare, pädagogisch sinnvolle und geprüfte Medien, die eine hohe Lehrplankonformität aufweisen. Dieser Herausforderung hat sich das FWU im Auftrag der 16 Bundesländer angenommen und das Medienportal Mundo konzipiert, welches als alternative Anlaufstelle für Lehrmaterialien gilt. Unter anderem unterstützen öffentlich-rechtliche Sender wie ZDF, SWR, BR und RBB Mundo mit kontrollierten und qualitativ hochwertigen Medien.

 

Kurzprofil:

Als gemeinnützige Gesellschaft der 16 Länder der Bundesrepublik Deutschland handelt das FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht im Auftrag der Bildung. Seit der Gründung im Jahr 1950 orientiert sich das Angebot des FWU an aktuellen Erkenntnissen der Pädagogik und Medientechnik und ermöglicht Schülerinnen und Schülern einen erfolgreichen Wissenserwerb. Neben der Produktion von lehrplanzentralen, didaktischen Medien für den Schulunterricht ist das FWU insbesondere auf Dienstleistungen spezialisiert, die den Digitalisierungsprozess im schulischen Bereich fördern. Das Medieninstitut der Länder beteiligt sich am Auf- und Ausbau einer länderübergreifenden Bildungsmedieninfrastruktur und an der ständigen Weiterentwicklung webbasierter, interaktiver Bildungsmedienangebote. Das Institut blickt auf eine über 70-jährige Geschichte zurück. Eine Geschichte, die Kompetenz unterstreicht und zu Innovationen verpflichtet.

Weitere Informationen unter: https://fwu.de/