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Stabwechsel in der Agentur für Arbeit Heidelberg: Klaus Pawlowski folgt auf Wolfgang Heckmann

von Team ZukunftBeruf | 25 März 2019

Alter und neuer Chef der Arbeitsagentur Heidelberg: Wolfgang Heckmann (links) und Klaus Pawlowski (Mitte) zusammen mit Christian Rauch, Leiter der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit.

Alter und neuer Chef der Arbeitsagentur Heidelberg: Wolfgang Heckmann (links) und Klaus Pawlowski (Mitte) zusammen mit Christian Rauch, Leiter der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit.

Heidelberg. „Die Vergangenheit lässt sich nicht mehr ändern, aber die Zukunft kann man gestalten.“ Diesem Wahlspruch folgte Wolfgang Heckmann zwanzig Jahre lang an der Spitze der Agentur für Arbeit Heidelberg, mit ruhiger Hand und leiser Stimme, in der Sache konsequent. Jetzt verabschiedete er sich in den Ruhestand – mit Blick auf die Seidenstraße, die er mit seiner Frau erkunden möchte: „Einen Reisepass hab ich schon mal beantragt.“

Christian Rauch, Leiter der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, würdigte den scheidenden Agenturchef als Brückenbauer und Türöffner, der allseits Vertrauen und Wertschätzung genossen habe. Das Verständnis des Rechts auf Arbeit als Menschenrecht habe Heckmanns Arbeit geprägt – und sein Vermögen, Verständnis für den Blickwinkel des anderen zu entwickeln, sagte Stefan Dallinger, Landrat des Rhein-Neckar-Kreises.

Heckmanns Nachfolger Klaus Pawlowski startete seine Karriere vor 35 Jahren bei der Agentur für Arbeit Mannheim, zuletzt war er dort Geschäftsführer Operativ. Nach Stationen bei der Bundesagentur in Nürnberg und der Regionaldirektion in Stuttgart kommt der gebürtige Mannheimer nun zurück in die Kurpfalz, „an meinen Wunschort und in meine Wunschagentur“.

Nach wie vor gebe es Menschen, die keinen Anteil an der guten Beschäftigungslage hätten, sagte Christian Rauch in seiner Standortbestimmung des baden-württembergischen Arbeitsmarktes. Und die Unternehmen litten inzwischen unter einem flächendeckenden Fachkräftemangel, der sich bisweilen bereits als wachstumsdämpfend erweise. Herausforderungen für die Arbeitsagenturen seien die hohe Dynamik am Arbeitsmarkt, die Umsetzung des Teilhabechancengesetzes für Langzeitarbeitslose – in Baden-Württemberg sollen dieses Jahr 2.500 Menschen ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis aufnehmen und dabei eine ganzheitliche beschäftigungsbegleitende Betreuung erhalten – und des Qualifizierungschancengesetzes mit Zuschüssen für die Weiterbildung von Mitarbeitern in Unternehmen.

Stärkster Hebel, um Arbeitslosigkeit vorzubeugen, ist nach Rauchs Auffassung der gute Übergang von Schule in den Beruf. Zehn Prozent der Jugendlichen in Baden-Württemberg gingen nach der Schule ohne Ausbildung direkt arbeiten, nannte Rauch die aktuellen Zahlen. Kurzfristig gute Verdienstmöglichkeiten lockten, seien aber mit einem viermal höheren Risiko späterer Arbeitslosigkeit verbunden. „Irgendwann kommen diese Menschen wieder zu uns“, so Rauch. Die Arbeitsagentur setze daher auf eine frühe und intensive Beratung.
„Die Vorzeichen für den Arbeitsmarkt sind in diesem Jahr nach wie vor sehr gut“, resümierte Rauch. Dennoch: Falls die Dinge irgendwann kippen, will er mit Reserven gewappnet sein.