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Zwei Notsitze mehr. Und man kommt ins Parkhaus

von Team ZukunftBeruf | 12 August 2019

Schriesheim. Nach 60 Jahren Entwicklung: Zwei Notsitze mehr. Und man kommt ins Parkhaus. „Mit der Isetta ist das unmöglich. Ich kann das Fenster nicht öffnen, um das Parkticket zu ziehen“, schmunzelt Hans-Peter Engel. Es ist ein zufälliges Treffen der Generationen an einem August-Wochenende in der Schriesheimer Talstraße bei Heidi’s Imbiss. Neben dem BMW i8 von ZukunftBeruf stellt sich eine Isetta von 1956. Der Fahrer war, bis er vor vier Jahren in Pension ging, Polizist in Weinheim und Mannheim. Und nebenbei restaurierte er über Jahre hinweg eine Isetta. Knapp 2,3 Meter lang. Bei einer Breite von rund 1,4 Metern. Der i8 ist 4,7 Meter lang und 2 Meter breit. Dafür ist die Isetta einen halben Meter höher. 350 kg neben 1,6 Tonnen. Technisch mit leichten Unterschieden bleibt der Einstieg in beide Fahrzeuge abenteuerlich. Zuerst kommt der Knie-, dann der Rückenschaden.

„Als BMW Cloppenburg in Weinheim mal zum Tag der offenen Tür einlud, war ich dabei“, erinnert sich Engel. „Nach mir röhrte ein Ferrari aufs Gelände. Ich sagte dem Fahrer, wenn ich meine Isetta daneben stelle, stehle ich ihm die Show. Der Besitzer war Norbert Vettel, der Vater unseres Formel 1-Weltmeisters Sebastian. 14 Tage später rief er mich an und fragte, wo er eine Isetta kaufen könne. Er wolle seinem Sohn ein solides Auto schenken.“

Die Isetta wäre ein guter Griff. 161.728 Exemplare sind von 1955 bis 1962 produziert worden. Sie führten den Automobilhersteller aus einer Krise, in die er in den 50er Jahren geschlittert war. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 3,45 Litern/100 km kam man bei einem 13-Liter-Tank auf eine Reichweite von 400 km, dies bei 57 km/h – das erste in Großserie gebaute 3-Liter-Auto der Welt. Der i8 schafft es bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 90 km/h als Plug-in-Hybrid locker auf über 1.100 km. Der Wagen wird auf Messen und an Schulen eingesetzt. Die Hochvolt-Batterietechnik, die Rekuperation (Rückgewinnen von Energie zum Fahren), die Carbon-Karosserie und die damit verbundenen Berufe wie Kfz-Mechatroniker oder Karosserie- & Fahrzeugbaumechaniker stehen bei den Gesprächen mit jungen Leuten im Vordergrund.